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Hin zu einer neuen Lebensqualität

Wie Prothesen den Alltag mit Handicap vereinfachen

Orthopädie Goslar bietet das Sanitätshaus Goslar namens Werner & Habermalz an. Sanitätsbedarf und Orthopädie nach Maß.

Anhand eines Gipsabdruckes wird ein individueller Schaft modelliert.

Wenn ein Körperteil eines Menschen durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit so schwer verletzt wurde, dass es medizinisch nicht mehr zu retten ist, ist eine Amputation der betroffenen Gliedmaßen unabwendbar.

Wer einen Arm oder ein Bein verloren hat, muss sich von heute auf morgen in einer komplett neuen Lebenssituation zurechtfinden.

Um die Patienten in dieser schwierigen Phase zu unterstützen, kümmern sich Ärzte und Therapeuten um sie - und Orthopädietechniker.


Im Sanitätshaus Werner & Habermalz in der Goslarer Innenstadt arbeiten insgesamt drei dieser Spezialisten, die mit ihrem Handwerk den Patienten ein Stück neue Lebensqualität schenken. Patrik Werner ist einer von ihnen.

Er sorgt gemeinsam mit seinen Kollegen dafür, dass ein Mensch mit Handicap genau die Prothese bekommt, die seinen individuellen Anforderungen gerecht wird. "Ein Senior braucht beispielsweise andere Funktionen als ein Mitte 20-Jähriger, der Sport machen möchte", sagt Patrik Werner.

Große Vielfalt

So unterschiedlich wie ihre Träger sind auch die Prothesenteile: Energierückgewinnende Füße, die einen leichten Gang ermöglichen, computergesteuerte Kniegelenke, Saugschäfte, die durch ein Vakuum komfortabel am Stumpf angelegt werden - die Vielfalt ist groß.

Orthopädie Goslar bietet das Sanitätshaus Goslar namens Werner & Habermalz an. Sanitätsbedarf und Orthopädie nach Maß.

Ein Silikonüberzug verbindet den Stumpf des Patienten mit dem Schaft, an den nach dem Baukastensystem einzelne Prothesenteile gesetzt werden.

Ummantelt werden kann die Prothese aus Carbon und Glasfaser mit einem kosmetischen Schaumstoffüberzug, der sich optisch an echten Gliedmaßen orientiert. Patrik Werner gestaltet jede Prothese nach dem Baukastensystem, wobei der Schaft in jedem Fall passgenau maßgefertigt wird. Dazu wird ein Gipsabdruck genommen, um anhand dessen ein individuelles Verbindungsstück aus Gießharz zwischen Mensch und Prothese zu modellieren.

Fortschreitende Technik

Neben einem vertrauensvollen Kontakt zu den Patienten, pflegt ein Ortho- pädietechniker - die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre - natürlich auch den Kontakt mit Ärzten und Krankenkassen.

Aufgrund der stets fortschreitenden technischen Möglichkeiten kann eine Prothese durchaus zehntausende Euro kosten. Dafür erleichtere sie einem Menschen mit Handicap den Alltag ungemein, ist sich Patrik Werner sicher.

Zweimal im Jahr stehe bei einem Patienten die Wartung seiner Prothese an, die Funktionen können gege- benenfalls neu eingestellt werden.

Orthopädie Goslar bietet das Sanitätshaus Goslar namens Werner & Habermalz an. Sanitätsbedarf und Orthopädie nach Maß.

Leistungsstarke Maschinen werden im Sanitätshaus Werner & Habermalz verwendet.


"Bei täglichem Gebrauch verschleißen die Teile nach einer gewissen Zeit, etwa alle fünf Jahre ist eine neue Prothese vonnöten", erklärt er. So wie bei Sabine Stövesand, die im Oktober 2011 ihre aktuelle Prothese bekommen hat.

Nach einer missglückten Bänderriss-OP ist der Goslarerin 1992 erst der Unterschenkel und zwei Jahre später auch der Oberschenkel amputiert worden. Anfangs sei sie mit ihrer Prothese der simplen Art nicht zurechtgekommen, sei oft gestürzt, doch die Krankenkasse weigerte sich zunächst, für eine bessere zu zahlen.

Doch Sabine Stövesand hat für ihr Recht auf eine passende Unterstützung gekämpft und treibt nun viel Sport, trainiert Boxen und hat sich zum Ziel gesetzt, bald regelmäßig joggen zu können. Mit ihrem beweglichen Fußgelenk, dem computergesteuerten Knie und einem korrekt sitzenden Schaft aus dem Hause Werner & Habermalz sind solche Hobbies kein Problem.

Orthopädie Goslar bietet das Sanitätshaus Goslar namens Werner & Habermalz an. Sanitätsbedarf und Orthopädie nach Maß.

Per Bluetooth verbindet Patrik Werner die Prothese von Sabine Stövesand
mit seinem PC, an dem er ihre Funktionen überprüft.

Die 44-Jährige geht sehr offen mit ihrem Handicap um, möchte keine Hilfe im Haushalt annehmen und ist als allein erziehende Mutter einer Teenagertochter den ganzen Tag in Action. Derzeit schreibt sie ein Buch über ihre Geschichte, in dem es nicht um permanenten Frust geht, sondern über die zum Teil auch lustigen Erlebnisse während ihrer oft mehr als ein Jahr am Stück dauernden Klinikaufenthalte.

"Wenn ich mit diesem Buch nur einen 'Gesunden' erreiche und seine Einstellung zu Menschen mit Handicap verändere und wenn ich nur einen 'Behinderten' erreiche und ihm zeige: Hey, bei mir lief auch nicht immer alles glatt! Wenn dieser Mensch dann seine Isolation aufgibt und sich sagt: Das versuch ich, das kann auch ich schaffen! Wenn ich mit diesem Buch das erreiche, dann habe ich viel erreicht und genau das ist mein Ziel."

Ihren Lebensmut musste Sabine Stövesand jedoch erst lernen. "Am Anfang konnte ich das alles nicht akzeptieren. Ich wurde aus dem Leben gerissen, plötzlich war ich behindert", erinnert sich Sabine Stövesand an die erste Zeit nach der OP.

Sie habe ihre Arbeit verloren, ihre Ehe ging kaputt. Immer wieder durchlebte sie die Phasen Verzweiflung, neue Hoffnung, Wut. Wut über die Ärzte, die bei ihrem Job gepfuscht haben.

"Ich wollte keine Prothese, ich wollte mein Leben zurück."

Karikaturen aus der GZ

Heute gehe sie anders mit ihrem Schicksal um, verstecke sich nicht vor der Gesellschaft, die ihrer Ansicht nach wenig tolerant ist. "Im Sommer trage ich auch kurze Hosen.

Natürlich gucken viele Leute, darum habe ich meinen Schaft mit Karikaturen aus der Goslarschen Zeitung verziert - so sind die Menschen beim Gaffen wenigstens beschäftigt", sagt die 44-Jährige lächelnd. Leider werde sie häufig auch beschimpft, lasse sich davon aber nicht mehr runterziehen.

Unterstützung und Verständnis bekomme sie nicht nur von ihrer Tochter, sondern auch von engen Freunden. "Sie nehmen es mir nicht übel, wenn ich eine Verabredung kurzfristig absagen muss, weil ich wieder Phantomschmerzen habe", sagt sie und schaut zu Patrik Werner, der gerade dabei ist, seinen Laptop per Bluetooth mit ihrer Prothese zu verbinden.

Ein spezielles Programm zeigt dem Orthopädietechniker nicht nur den aktuellen Batterieladestand der Gelenke an, sondern ermöglicht es ihm auch, bestimmte Einstellungen vorzunehmen und zu speichern, die Sabine Stövesand Beweglichkeit in unterschiedlichen Situationen schenken.

Zeitung: extra am Mittwoch 4. Januar 2012 / wod
Fotos: Wodicka

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